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Objekt |
In Homo Dividuum ist ein Objekt etwas, das als Gegenstand ohne eigene Perspektive wahrgenommen und behandelt wird. Durch Sensorik, Vernetzung und KI-Technologie können technische Objekte jedoch handlungs- und reaktionsfähig werden und dadurch subjektähnliche Eigenschaften erhalten. |
Offenlegung |
Offenlegung ist die bewusste Zugänglichmachung zuvor verborgener Informationen, Interessen oder Entscheidungs-wege. In Homo Dividuum kann sie Macht kontrollierbar machen, berührt jedoch zugleich die Grenzen von Privatsphäre, Sicherheit und berechtigter Geheimhaltung. |
Öffentliche |
In Homo Dividuum ist die öffentliche Meinung keine einfache Summe privater Ansichten, sondern ein gesellschaftliches Stimmungs- und Deutungsfeld. Sie entsteht durch Kommunikation, Medien, Machtverhältnisse und die sichtbare oder vermeintliche Zustimmung anderer. |
Öffentliche |
Eine öffentliche Person steht aufgrund ihrer Funktion, Bekanntheit oder gesellschaftlichen Wirkung unter besonderer Aufmerksamkeit. In Homo Dividuum wird ihr Selbstbild fortlaufend mit medialen Fremdbildern und den Erwartungen einer Öffentlichkeit rückgekoppelt. |
Öffentliche |
Öffentliche Teilhabe bezeichnet die Möglichkeit, an gesellschaftlicher Kommunikation, Entscheidungsbildung und Gestaltung mitzuwirken. In Homo Dividuum hängt sie zunehmend von digitalen Zugängen, Sichtbarkeit und den Regeln technischer Plattformen ab. |
Öffentlicher |
Ein physischer oder digitaler Raum, der grundsätzlich von unterschiedlichen Menschen betreten, genutzt und mitgestaltet werden kann. Seine Zugänge, Regeln und technischen Strukturen bestimmen, wer teilnehmen darf, welche Handlungen möglich sind und wie Menschen einander begegnen. |
Öffentlichkeit |
Der gesellschaftliche Wahrnehmungs- und Kommunikationsraum, in dem Ereignisse sichtbar, Meinungen ausgetauscht und eine gemeinsame Wirklichkeit ausgehandelt werden. In der digitalen Öffentlichkeit bestimmen Plattformen, Algorithmen und Influencer zunehmend mit, welche Themen Aufmerksamkeit und gesellschaftliche Wirksamkeit erhalten. |
Ohnmacht |
Ohnmacht ist das Erleben, ohne ausreichende Macht und wirksame Handlungsmöglichkeiten einer Situation ausgeliefert zu sein. In Homo Dividuum kann sie real aus Abhängigkeiten entstehen oder aus einem Selbst- und Weltbild, das vorhandene Spielräume nicht mehr sichtbar macht. |
Ohrwurm |
Ein Ohrwurm ist eine Melodie oder sprachliche Tonfolge, die sich unwillkürlich im Gedächtnis wiederholt. In Homo Dividuum beschreibt der Begriff ein Mem, das die Psyche als Speicher und Kopiermaschine für seine eigene Verbreitung nutzt. |
One-Hit-Wonder |
Ein One-Hit-Wonder schafft es für einen Moment, den Mainstream, und damit den kollektiven Bewusstseinsstrom zu dominieren, ohne sich dauerhaft in dessen Strukturen einzuschreiben. In Homo Dividuum kann ein Mem zum One-Hit-Wonder werden, wenn es sich schnell verbreitet, aber keine dauerhaften Anschlussverbindungen zu anderen Memen aufbaut. Blockbuster und Bestseller sind verwandte Erfolgsbegriffe, allerdings ohne die notwendige Kurzlebigkeit des One-Hit-Wonders. |
Onlife |
Der Zustand, in dem Online- und Offlinewelt nicht mehr als getrennte Wirklichkeiten erfahren werden. Menschen leben in einer zusammenhängenden Infosphäre, in der digitale und analoge Identität, Kommunikation und Wahrnehmung fortlaufend aufeinander zurückwirken. Onlife bezeichnet damit nicht das Leben im Internet, sondern das Leben in einer dauerhaft vernetzten Mensch-Technologie-Umwelt. |
Open Knowledge |
Open Knowledge ist Wissen, das frei zugänglich, nutzbar und weiterverbreitbar ist. In Homo Dividuum bildet es ein Gemeingut, das den Handlungsspielraum vieler Local Player erweitert. |
Open-Minded |
Open-Minded bezeichnet einen Zustand eines Local Brain, in dem dessen Weltmodell für neue Informationen, wider-sprechende Perspektiven und korrigierende Rückmeldungen durchlässig bleibt. Open-Mindedness bedeutet, eigene Annahmen angesichts neuer Erfahrungen und Informationen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern. Das Gegenteil davon wird in Homo Dividuum als Closed-Minded bezeichnet. |
Open-Minded |
Ein Open-Minded Global Player verfügt über große Wirkungsreichweite, hält sein Local Brain jedoch durch vielfältige Informationsquellen, Widerspruch und institutionalisierte Rückkopplungsschleifen korrigierbar. Mit wachsender Handlungsmacht gewinnt diese Offenheit systemische Bedeutung, weil Fehlentscheidungen eines Global Players weitreichende Folgen haben können. |
Open-Minded |
Ein Open-Minded Local Player besitzt eine begrenzte Wirkungsreichweite, bleibt jedoch gegenüber seiner Umwelt lern-, dialog- und korrekturfähig. Die lokale Perspektive des Local Player wird durch Rückkopplungen mit anderen Perspektiven fortlaufend erweitert und überprüft. |
Open Source |
Open Source bezeichnet Software, deren Quellcode frei zugänglich ist und geprüft, verändert sowie weiterentwickelt werden darf. In Homo Dividuum verteilt diese Offenheit technologische Gestaltungsmacht und ermöglicht dezentrale Kooperation. |
Open World |
In Homo Dividuum ist eine Open World ein offener Denk- und Möglichkeitsraum ohne festgelegten Handlungsweg und ohne endgültigen Abschluss. Sie lädt dazu ein, die jeweilige Denkwelt zu erkunden, Zusammenhänge selbst herzustellen und ihre Regeln durch neue Perspektiven, Begriffe und Spielzüge weiterzuentwickeln. |
Opfer |
Ein Mensch oder eine Gruppe, die durch das Handeln anderer oder durch gesellschaftliche Strukturen geschädigt und in den eigenen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt wird. Im Homo Dividuum bezeichnet die Opferrolle zugleich das Erleben von Ohnmacht in komplexen Systemen, deren Ursachen und eigene Mitwirkung nicht mehr vollständig überblickt werden können. |
Opfer-Täter- |
Opfer-Täter-Auflösung bezeichnet die reflektierte Überwindung starrer Rollen, ohne tatsächliche Verantwortung oder erlittenes Unrecht zu leugnen. In Homo Dividuum ermöglicht die Schatten-Integration, sowohl eigene emotionale und psychische Verletzungen als auch die eigene Fähigkeit zu schädigendem Handeln anzuerkennen und dadurch neue Handlungsmöglichkeiten zu gewinnen. |
Opfer-Täter- |
Eine Opfer-Täter-Umkehr findet statt, wenn einem geschädigten Menschen die Verantwortung für das erlittene Unrecht zugeschrieben wird, während der handelnde Täter sich selbst als Opfer darstellt. In Homo Dividuum ist sie eine verkürzte Dynamik des Drama-Dreiecks, durch die Verantwortung verschoben und das bestehende Selbstbild geschützt wird. |
Optimierungslogik |
Die Menschheit versucht, ihre operativen, aber auch existenziellen Probleme durch immer umfassendere organisatorische und technologische Systeme der Ordnung, Sicherheit und Gleichschaltung durch Standardisierung zu lösen. Diese Optimierungslogik von HoloH zielt auf auf Stabilität und Effizienz durch technologische Perfektion ab, so dass Autonomie und Freiheit von SoloS zum Wohle des Ganzen immer weiter eingeschränkt werden. |
Ordnung |
Ordnung ist ein relativ stabiles Muster, das Elemente, Beziehungen und Abläufe eines Systems miteinander verbindet. In Homo Dividuum ermöglicht sie Orientierung und Kooperation, muss jedoch offen für Störungen bleiben, damit sie nicht erstarrt und ihre Anpassungsfähigkeit verliert. |
Organisierte Verantwortungs-losigkeit |
Organisierte Verantwortungslosigkeit entsteht, wenn Entscheidungen und Folgen so auf viele Rollen, Abteilungen oder Institutionen verteilt werden, dass sich niemand persönlich verantwortlich fühlt. In Homo Dividuum kann HoloH dadurch schädliche Wirkungen hervorbringen, obwohl jeder einzelne Beteiligte lediglich seine begrenzte Aufgabe erfüllt. |
Origin Story |
Die Origin Story erklärt, wie eine Person, eine Gruppe oder eine Organisation ihren Anfang nahm, ihre Kompetenz erlangte oder ihre grundlegenden Motivation entwickelte. Sie ist weniger ein Begriff für Erinnerung als für die spätere Deutung eines prägenden Anfangs. Eine Origin Story ist die nachträgliche narrative Verknüpfung verschiedener Core Memories und Canon Events zu einer scheinbar schlüssigen Identitätsgeschichte. |