Fair Play |
Fair Play bezeichnet die freiwillige Anerkennung gemeinsamer Regeln und der legitimen Handlungsspielräume anderer Mitspieler. In Homo Dividuum bildet es die Voraussetzung dafür, dass Wettbewerb im Global Game nicht zur Vernichtung des Gegners oder Manipulation des Spielfeldes wird. |
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Fake |
Etwas Erzeugtes oder Verändertes, das den Eindruck von Echtheit vermittelt. Ein Fake kann als Fiktion oder Inszenierung erkennbar sein, wird jedoch zur Täuschung, wenn seine künstliche Herkunft verborgen und eine falsche Wirklichkeit vorgetäuscht wird. |
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Faschismus |
Der Begriff Faschismus bezeichnet eine historisch und politisch klar umrissene Herrschaftsform, in welcher sich das Kollektiv zum absoluten Ganzen erklärt, eine homogene Identität erzwingt und die pluralen Wirklichkeiten seiner Mitglieder zerstört. Klassischer Faschismus wird meist mit einem zentralisierten Staat, Führerkult, Nationalismus, Militarisierung, ideologischer Gleichschaltung und offener Gewalt verbunden. |
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Feed |
Ein Feed ist ein fortlaufend aktualisierter Strom digital vorchoreografierter Inhalte. In Homo Dividuum bildet er keine neutrale Abfolge von Informationen, sondern eine algorithmisch erzeugte Wirklichkeitsoberfläche, die Aufmerksamkeit, Stimmung und Weltbild mitprägt. |
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Feedback |
Feedback ist die Reaktion anderer Menschen auf eine Handlung, Äußerung oder Selbstdarstellung. In Homo Dividuum wirkt diese soziale Rückkopplung auf Selbstbild und Verhalten zurück und kann individuelle wie kollektive Deutungsmuster bestätigen, verstärken oder verändern. |
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Feindliche Übernahme des Denkens |
Eine feindliche Übernahme des Denkens findet statt, wenn fremde Meme, Narrative oder Interessen die Wahrnehmung und Entscheidungsbildung eines Menschen dominieren. In Homo Dividuum besteht ihre besondere Wirksamkeit darin, dass das übernommene Denken weiterhin als eigener Gedanke erlebt werden kann. |
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Filter |
Ein Filter wählt aus einem größeren Informationsangebot bestimmte Inhalte aus und hält andere zurück. In Homo Dividuum bestimmen biologische Sinne, psychische Erwartungen, Medien und Algorithmen gemeinsam, welcher Ausschnitt der Realität in das Weltmodell gelangt. |
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Filterblase |
Eine Filterblase ist ein personalisierter Informationsraum, in dem Menschen überwiegend mit Inhalten konfrontiert werden, die zu ihrem bisherigen Verhalten und ihren Überzeugungen passen. In Homo Dividuum stabilisiert sie die eigene Wirklichkeitsblase und reduziert irritierende Begegnungen mit anderen Wirklichkeiten. |
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Fiktion |
In Homo Dividuum ist eine Fiktion eine vorgestellte Wirklichkeit, die nicht materiell gegeben sein muss, aber durch gemeinsamen Glauben reale Wirkung entfalten kann. Geld, Staaten, Organisationen und Zukunftsbilder beruhen auf solchen geteilten Erzählungen. Fiktion ist daher nicht automatisch eine Lüge. |
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First Playthrough |
Beim ersten Erleben kennt ein Mensch weder die Welt noch ihre Regeln, Wendungen, Gefahren und Belohnungen. Er kann dieselbe Welt später erneut betreten, aber nicht mehr mit demselben Nichtwissen. Die ursprüngliche Wahrnehmung ist unwiederbringlich. Eine Erfahrung kann wiederholt werden, ihr First Playthrough nicht. |
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First-Time User Experience |
Bei einem First-Time User Experience (FTUE) treffen Mensch und Neues erstmals unmittelbar aufeinander. In diesem kurzen Zeitfenster bilden sich erste Erwartungen, Gefühle und Deutungsmuster. Der Erstkontakt wird in einer hochtechnologischen Welt gezielt gestaltet, weil sie Verständnis, Erwartungen, Bindung und weitere Nutzung beeinflussen kann. |
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Flashmob |
Ein Flashmob ist eine kurzfristig organisierte Zusammenkunft vieler Menschen, die an einem öffentlichen Ort eine gemeinsame Aktion ausführen. In Homo Dividuum zeigt er, wie digitale Kommunikation einzelne Local Player nahezu augenblicklich zu einem sichtbaren und handlungsfähigen MoDuS verbinden kann. |
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Floop |
Kollektiver Bewusstseinsprozess: Input wird Output wird neuer Input, in endlosen Rückkopplungen einer Feedbackloop (Floop). In Homo Dividuum erklärt der Floop, wie Menschen und Gesellschaften ihre eigenen Wirklichkeiten fortlaufend hervorbringen, indem jede Wirkung zum Ausgangspunkt der nächsten Reaktion wird. |
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FOOM |
FOOM bezeichnet das hypothetische Szenario eines plötzlichen und extrem schnellen Intelligenzanstiegs einer Künstlichen Intelligenz. In Homo Dividuum steht es für die Vorstellung, dass iterative Selbstverbesserung einen evolutionären Kipppunkt auslösen könnte, dessen weitere Entwicklung menschlicher Kontrolle entgleitet. |
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Fragmentierte Wirklichkeit |
Eine fragmentierte Wirklichkeit entsteht, wenn Menschen nur noch getrennte Ausschnitte eines gemeinsamen Geschehens wahrnehmen und unterschiedlich zusammensetzen. In Homo Dividuum wird diese Zersplitterung durch personalisierte Medien, Wirklichkeitsblasen und konkurrierende Meme-Sets verstärkt. |
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Framework |
Ein Framework ist ein strukturierender Begriffs- und Ordnungsrahmen, mit dem komplexe Zusammenhänge beschrieben und bearbeitet werden können. Homo Dividuum versteht sich selbst als ein solches offenes Framework, das Denkfiguren und Begriffe bereitstellt, ohne jede mögliche Entwicklung abschließend festzulegen. |
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Framing |
Framing bedeutet, einen Sachverhalt in einen bestimmten sprachlichen oder gedanklichen Rahmen einzuordnen. In Homo Dividuum lenkt dieser Rahmen die Wahrnehmung, indem er einzelne Aspekte hervorhebt, andere ausblendet und dadurch bestimmte Bewertungen und Handlungen wahrscheinlicher macht. |
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Frankenstein-Effekt |
Der Frankenstein-Effekt bezeichnet technologische Nebenfolgen menschlicher Innovationen, die weder beabsichtigt noch vollständig vorhersehbar sind und sich durch die Vernetzung technologischer und gesellschaftlicher Systeme der Kontrolle ihrer Urheber entziehen können. Eine menschliche Schöpfung, die sich verselbstständigt und ich gegen ihren Schöpfer richtet, hinterlässt eine Delle im Universum. |
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Freie Hand |
Die menschliche Hand, die nicht dauerhaft an eine bestimmte Funktion oder ein einzelnes Werkzeug gebunden ist. Ihre Freiheit besteht darin, Werkzeuge aufzunehmen, abzulegen, auszutauschen und neu miteinander zu kombinieren. Sie bildet damit die körperliche Grundlage menschlicher Offenheit, Lernfähigkeit und technologischer Schöpfungskraft. |
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Freier Wille |
Die Erfahrung, Urheber des eigenen Handelns zu sein. Im Homo Dividuum ist Freiheit kein Zustand außerhalb aller Einflüsse, sondern die Fähigkeit, eigene und fremde Impulse wahrzunehmen, zu prüfen und neu zu verbinden. Dabei spielt das Predictive Processing, als die Fähigkeit eine Handlung vorwegnehmen zu können, ohne sie ausführen zu müssen, eine zentrale Rolle. |
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Freiheit |
Freiheit bezeichnet die Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Handlungswegen zu wählen und neue Möglichkeiten zu erproben. In Homo Dividuum bedeutet sie keine Loslösung von allen Abhängigkeiten, sondern die bewusste Mitgestaltung jener sozialen, organisatorischen und technologischen Bedingungen, in denen das eigene Handeln stattfindet. |
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Freischaltung |
Eine Freischaltung hebt eine technische oder organisatorische Zugangsbeschränkung auf und macht neue Funktionen oder Wirklichkeitsräume nutzbar. In Homo Dividuum erweitert die Freischaltung den Handlungsspielraum von SoloS, bleibt jedoch von den Regeln und Machtinstanzen innerhalb von HoloH abhängig. |
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Fremd-bestimmung |
Die Ausrichtung des eigenen Handelns an Impulsen, Regeln oder Entscheidungen, die außerhalb des bewussten Selbst liegen. In Abgrenzung zur Selbstbestimmung beginnt Fremdbestimmung dort, wo äußere Einflüsse nicht mehr erkannt, geprüft oder mitgestaltet werden. |
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Frontalangriff |
Ein Frontalangriff ist eine direkte und offen erkennbare Konfrontation mit einem Gegner oder System. In Homo Dividuum unterscheidet er sich von subtiler Manipulation dadurch, dass Ziel, Konflikt und Machtanspruch für die Beteiligten sichtbar bleiben. |
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Führungs-persönlichkeit |
Eine Führungspersönlichkeit ist ein Mensch, der Orientierung vermittelt, Entscheidungen verantwortet und andere zur gemeinsamen Handlung befähigt. In Homo Dividuum entsteht Führung nicht allein aus formaler Autorität, sondern aus Vertrauen, Anschlussfähigkeit und der Fähigkeit, kollektive Dynamiken zu verstehen. |
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Future Mind |
Die Digitalisierung dient als "Fernrohr in die Zukunft". Der Mensch-Maschinen-Komplex als vorausrechnender Geist, der mögliche Zukünfte modelliert und steuert. Die Zukunft erscheint als laufende Simulation von Szenarien. |