Ebene 0 der Wirklichkeit |
Die Ebene 0 der Wirklichkeit bezeichnet im Homo-Dividuum-Denkraum die nicht unmittelbar wahrnehmbare Grundwirklichkeit, aus der alle weiteren Wirklichkeitsebenen hervorgehen. Sie ist keine bereits geordnete Welt aus einzelnen Dingen, sondern der für das bloße menschliche Auge unsichtbare atomare Möglichkeitsgrund, der erst auf Ebene 1 als physische Wirklichkeit erscheint. Ebene 0 der Wirklichkeit ist die noch nicht wahrgenommene physikalische Welt der informierten Materie. |
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Ebene 1 der Wirklichkeit |
Die Ebene 1 der Wirklichkeit umfasst die physische Welt der weitgehend messbaren, überprüfbaren und zwischen Menschen vergleichbaren Objekte und Vorgänge. Sie ist nicht die absolute Realität selbst, sondern jener stabile Ausschnitt aus Ebene 0, den unsere Sinne und Messinstrumente als "die Welt" erfassen und unsere Wahrnehmung als Wirklichkeit konstruiert. |
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Ebene 2 der Wirklichkeit |
Die Ebene 2 der Wirklichkeit entsteht durch individuelle Wahrnehmung, Empfindung sowie die persönliche Zuschreibung von Wert, Bedeutung und Sinn. Aus derselben physischen Welt werden so unterschiedliche Erlebniswelten: meine Welt und deine Welt. |
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Ebene 3 der Wirklichkeit |
Die Ebene 3 der Wirklichkeit entsteht, wenn Menschen ihre subjektiven Deutungen durch Sprache, Meme, Normen, Institutionen und gemeinsame Weltbilder miteinander abstimmen. Sie verwandelt persönliche Wirklichkeits-konstruktionen in sozial verbindliche Ordnungen und damit in unsere Welt oder eure Welt. |
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Ebene 4 der Wirklichkeit |
Die Ebene 4 der Wirklichkeit entsteht durch die datenförmige Abbildung, algorithmische Verarbeitung und informationstechnische Rekombination der übrigen Wirklichkeitsebenen. Sie ist nicht nur eine digitale Kopie der Welt, sondern eine zunehmend eigenständige Wirklichkeit, die auf unsere Wahrnehmung, unser Zusammenleben und schließlich auch auf die physische Welt zurückwirkt. |
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Effizienz |
Effizienz bezeichnet das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln und erreichtem Ergebnis. In Homo Dividuum wird sie problematisch, wenn die Optimierungslogik von HoloH in einer Banalität der Effizienz gipfelt und die Frage verdrängt, ob das verfolgte Ziel überhaupt sinnvoll oder verantwortbar ist. |
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Ego |
In Homo Dividuum bezeichnet das Ego die selbstbezogene Organisationsform der Psyche, die Identität, Status und Abgrenzung schützt. Es ist nicht mit dem ganzen Menschen gleichzusetzen, sondern eine notwendige, aber begrenzte Perspektive innerhalb des vielstimmigen Dividuums. |
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Egoismus |
Egoismus bezeichnet eine starke Ausrichtung des Denkens und Handelns auf die eigene Bedürfnisserfüllung und Vorteile. In Homo Dividuum wird diese überzogene Selbstzentrierung problematisch, wenn SoloS seine Abhängigkeit von anderen ausblendet und die Folgen seiner Handlungen für das gemeinsame System nicht mehr berücksichtigt. |
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Eigentum |
Eigentum bezeichnet das rechtlich geschützte Verfügungsrecht über Dinge, Ressourcen oder immaterielle Güter. In Homo Dividuum wird diese Vorstellung durch Daten, Plattformzugänge, Abonnements und digitale Güter verändert, weil Nutzung und Besitz zunehmend auseinanderfallen. |
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Einheitskultur |
Die Konstruktion einer globalen Einheitskultur durch weltweite Vernetzung und kulturelle Gleichschaltung. Die Vereinheitlichung der Weltkultur folgt nach dem Muster technischer Standards und Produkte. |
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Einsamkeit |
Einsamkeit ist das schmerzhafte Erleben fehlender Verbundenheit, unabhängig davon, wie viele Menschen tatsächlich anwesend sind. In Homo Dividuum entsteht sie, wenn das Bedürfnis des vernetzten Menschen nach Zugehörigkeit und Resonanz trotz permanenter Kommunikation unerfüllt bleibt. |
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Elite |
In Homo Dividuum bezeichnet Elite eine vergleichsweise kleine Gruppe mit überdurchschnittlichem Zugang zu Wissen, Kapital, Institutionen oder gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. Auch Eliten handeln jedoch innerhalb systemischer Zwänge und sind nicht mit einem allmächtigen, zentralen Steuerungszentrum gleichzusetzen. |
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Embodiment |
Die Verkörperung von Denken, Wahrnehmen und Handeln. Intelligenz entsteht nicht losgelöst im Kopf, sondern im Zusammenspiel von Körper, Umwelt, Werkzeugen und anderen Akteuren. |
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Empathie |
Empathie ist die Fähigkeit, Gefühle, Bedürfnisse und Perspektiven anderer wahrzunehmen und nachzuempfinden. In Homo Dividuum verbindet sie unterschiedliche Wirklichkeitsblasen und schafft die psychische Grundlage für Kooperation, Menschheitsgefühl und gemeinsame Verantwortung. |
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Empowerment |
Empowerment bezeichnet die Erweiterung der Fähigkeit, eigene Interessen zu erkennen, Entscheidungen zu treffen und wirksam zu handeln. In Homo Dividuum stärkt es SoloS darin, seine Abhängigkeiten zu verstehen und innerhalb von HoloH selbstbestimmte Handlungsspielräume zu erschließen. |
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Endlos- Algorithmus |
Ein Endlos-Algorithmus ist ein offen angelegtes Lernverfahren, das sich selbstständig neue und schwierigere Aufgaben sucht. In Homo Dividuum ähnelt er einem wissenschaftlichen Entdeckungsprozess, bei dem jede gelöste Frage neue Probleme erzeugt und die Wissensentwicklung fortlaufend antreibt. |
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Entität |
Etwas, das als eigenständige Einheit erkannt, beschrieben oder adressiert werden kann - etwa ein Mensch, ein Tier, eine Organisation, eine Maschine oder ein digitales Objekt. In Homo Dividuum kann jede identifizierbare Entität zum Knotenpunkt eines Wirkungsgefüges werden, sobald sie Informationen empfängt, verarbeitet oder weitergibt. |
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Erinnerung |
Erinnerung ist die gegenwärtige Rekonstruktion einer vergangenen Erfahrung aus gespeicherten Spuren, Gefühlen und späteren Deutungen. In Homo Dividuum bildet sie kein unverändertes Archiv, sondern einen beweglichen Bestandteil des Selbst- und Weltbildes. |
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Evolution |
Die fortlaufende Veränderung des Lebendigen durch Variation, Auswahl und Weitergabe. Beim Menschen setzt sich diese Entwicklung kulturell und technologisch fort, ohne deshalb biologisch zu enden. |
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Evolutions-beschleunigung |
Evolutionsbeschleunigung bezeichnet die zunehmende Geschwindigkeit, mit der neue Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Strukturen entstehen und weitergegeben werden. In Homo Dividuum beschleunigen Sprache, Kultur, Technologie und Künstliche Intelligenz die menschliche Entwicklung weit über das Tempo biologischer Veränderung hinaus. |
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Experiment |
Ein Experiment ist ein kontrollierter Versuch, mit dem Annahmen geprüft und Wirkungen beobachtet werden. In Homo Dividuum bildet die Sandbox einen geschützten Raum, in dem neue Technologien, Regeln und Weltmodelle erprobt werden können. |
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Exponentielle Technologie-entwicklung |
Exponentielle Technologieentwicklung bezeichnet ein Wachstum, bei dem sich Leistungsfähigkeit oder Verbreitung technischer Systeme in immer kürzeren Abständen vervielfachen. In Homo Dividuum führt diese Beschleunigung zu einem Quantensprung in der menschlichen Evolution. |
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Exponentielle Wissens-entwicklung |
Exponentielle Wissensentwicklung entsteht, wenn neues Wissen die Erzeugung weiteren Wissens immer schneller ermöglicht. In Homo Dividuum können globale Vernetzung der Wissenschaft und KI diesen Prozess beschleunigen, während menschliche Orientierung und gesellschaftliche Anpassung zurückbleiben. |
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Experte |
Ein Experte verfügt in einem bestimmten Gebiet über vertieftes Wissen und umfangreiche Erfahrung. In Homo Dividuum besitzt er dadurch besondere Deutungshoheit, bleibt jedoch auf andere Perspektiven angewiesen und ist nicht gegen blinde Flecken geschützt. |
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Extended Human |
Der von Natur "unfertige" Mensch ergänzt sich durch Technik und erweitert seine Wirkmacht über den Körper hinaus. In Homo Dividuum verkörpert der Extended Human den Menschen als grundsätzlich erweiterbares Wesen, dessen Fähigkeiten sich über Werkzeuge, Maschinen und digitale Netzwerke verteilen. |
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Extended Mind |
Extended Mind bezeichnet die Auslagerung geistiger Funktionen auf Werkzeuge, Medien und IT-Systeme. In Homo Dividuum wird insbesondere das digitale Gedächtnis zu einem äußeren Teil des Denkens, weil Informationen nicht mehr erinnert, sondern jederzeit vernetzt abgerufen und weiterverarbeitet werden. |